Der heutige Predigttext mutet uns eine auf den ersten Blick reichlich fremde und altertümliche Geschichte zu. Eine Geschichte vom Volk Israel in der Wüste.
Von Schlangen und einem wundersamen Gegenmittel gegen ihr Gift.

Auf den ersten Blick fremd sage ich, nur auf den ersten Blick fremd. Ich glaube tatsächlich, dass sich unter den alten Bildern und Vorstellungen eine ganze Menge von dem verbirgt, was uns Heutigen nur allzu bekannt ist.
Wir würden, wenn wir davon erzählen, heute vermutlich andere Bilder verwenden.
Aber es tut ganz gut, sich das, was uns derzeit beschäftigt, einmal ein wenig verfremdet anzuhören: in den Bildern, die die Menschen in einem anderen Erdteil vor über 2000 Jahren verwendet haben. Und darin uns heute erkennen.
Eine Form von biblischem Verfremdungseffekt also.