Der Predigttext führt uns heute nach Athen,
auf den Spuren des Apostels Paulus.
Und er führt uns nach Augsburg, genau heute.
Fangen wir mit Athen an:
Athen war zur Zeit des Apostel Paulus nicht mehr mächtig,
aber immer noch voller Geist.
Eine selbstbewusste Stadt.
Man ist gewohnt, dass neue Lehren auftauchen
Und man ist Streiten gewohnt.
Die vielen Götterstatuen machen es vor.
Im griechischen Götterhimmel ging es ja auch alles andere als friedlich zu.
Eine neue Lehre, ein neuer Gott: Das ist noch lange kein Grund zur Aufregung.
Wer hier spricht - der muss überhaupt erst einmal erreichen, dass die Menschen ihm zuhören. Vielleicht ist das gart nicht so viel anders als bei uns heute. Wenn wir von unserem Glauben sprechen, treffen wir ja viel weniger auf Widerstand als früher. Dafür viel mehr auf pures Desinteresse.

Aber Paulus spricht so, dass man ihm zuhört.
Was er von einem gewissen Jesus Christus und dessen Auferstehung sagt, das ist so ungewöhnlich, dass die Athener neugierig werden.
Sie bitten ihn, das ausführlicher zu erzählen.
So steht also Paulus auf dem berühmten Areopag.
Dort, wo das geistige Herz der Stadt schlägt.
Er schaut in eine Menge von neugierigen, skeptischen, vielleicht auch ein bisschen spöttischen Gesichtern.


Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,
und das Meer ist nicht mehr.
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott aus dem Himmel herabkommen,
bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach:
Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!
Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein,
und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod wird nicht mehr sein,
noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen.

Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!
Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
Und er sprach zu mir: Es ist geschehen.
Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Wer überwindet, der wird dies ererben,
und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.


Zu der Zeit fing Jesus an und sprach:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart.
Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen.
Alles ist mir übergeben von meinem Vater,
und niemand kennt den Sohn als nur der Vater;
und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir;
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und es stand geschrieben, welche Schuld man ihm gab, nämlich: Der König der Juden. Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz! Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. Der Christus, der König von Israel, er steige nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch. Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und einige, die dabeistanden, als sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elia. Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme! Aber Jesus schrie laut und verschied. (Mk 15, 25-37)


Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt;
denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
Denn was da gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren", und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3. Mose 19,18): "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses.
So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Und das tut, weil ihr die Zeit erkannt habt,
dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf,
denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.
Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen.
So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.


Was hilft's, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?
Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung
und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!,
ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das?
So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.

Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke.Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht d...

Nachts kommen die Gedanken.
Manchmal sind es helle Gedanken, voller Hoffnung und Vorfreude.
Viel öfter aber sind die Gedanken in der Nacht schwer und dunkel.
Vielleicht geht es Ihnen da ähnlich wie mir.

Es war Nacht in Jerusalem, als Nikodemus zu Jesus kam.
Nikodemus war kein Unbekannter in der Stadt.
Er war ein Gelehrter, einer der Oberen.
Und jetzt sucht er das Gespräch mit Jesus.
Er kommt in der Nacht zu Jesus, weil er sich ungern in der Öffentlichkeit mit ihm sehen lässt.
Er kommt aber vor allem deshalb in der Nacht zu Jesus, weil ihn Nachtgedanken plagen.

Über dieses Gespräch lesen wir im Johannesevangelium, im 3. Kapitel:


Dies alles habe ich gesehen in den Tagen meines eitlen Lebens:
Da ist ein Gerechter, der geht zugrunde in seiner Gerechtigkeit,
und da ist ein Gottloser, der lebt lange in seiner Bosheit.
Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise,
damit du dich nicht zugrunde richtest.
Sei nicht allzu gottlos und sei kein Tor,
damit du nicht stirbst vor deiner Zeit.
Es ist gut, wenn du dich an das eine hältst
und auch jenes nicht aus der Hand lässt;
denn wer Gott fürchtet, der entgeht dem allen.


Es sind merkwürdige Tage, diese Tage „zwischen den Jahren“.
Sie hängen irgendwie ein wenig in der Luft,
gehören nicht mehr so ganz zum alten Jahr,
und sind aber auch noch nicht der Beginn des neuen.

Zwischen Weihnachten und Epiphanias scheint die Zeit sich zu dehnen.
In diesen Tagen ist es stiller als sonst, jedenfalls geht es mir so.
Und dass, obwohl die Geschäfte den Umtausch- und Gutschein-Ansturm ihres Jahres erleben.

Aber viele Menschen haben eben in dieser Zeit Urlaub.
Viele nutzen diese Zeit, um Verwandte zu besuchen, sich mit alten Freunden zu treffen.
Man sitzt vielleicht vor dem Christbaum,
unterhält sich über das, was im vergangenen Jahr gewesen ist
und was man sich vom neuen Jahr erwartet.
Für die, die einsam sind in diesen Tagen, ist die Einsamkeit doppelt schwer zu ertragen.
Für die, die im vergangenen Jahr einen geliebten Menschen verloren haben, kann diese Zeit zur Qual werden.
Und für andere, die zum erstmal einen Jahreswechsel gemeinsam begehen, ist alles aufregend und neu und voller schöner Erwartung.